News

Sehr viel Geld für ein gutes Werk

vom 19.12.2021

Manchmal ist es einfach zu spät. Zu spät für einen letzten Wunsch - so war es bei einer guten Freun-din von Stefan Karnatz aus Tessin. Trotz schwerer Krankheit wäre sie so gern mit ihrem kleinen Sohn ins Ostseestadion gegangen. Wäre gern dabei gewesen, wenn er zum allerersten Mal die Stimmung dort erlebt. Doch der Tod war schneller, kam noch vor ihrem 40. Geburtstag. Die Familie war nicht mehr dazu gekommen, eine Tour mit dem Wünsche-wagen anzumelden.
„Gerade bei Menschen, die zu Hause gepflegt werden, kommt der Anruf oft relativ spät", weiß Bettina Hartwig vom ASB. "Denn die Familien tun sich schwer zu akzeptieren, dass das Ende tat-sächlich nah ist."
Stefan Karnatz aber wurde durch diesen Fall in seinem Freundeskreis auf das Angebot aufmerksam. "Ich kannte das vorher gar nicht und ha-be festgestellt, dass die Idee genial ist", erzählt er. "Und das Geld bewirkt direkt etwas - hier bei uns." Deshalb haben sein Geschäftspartner und er beschlossen, 10 000 Euro zu spenden. Der 34 Jahre alte Geschäftsführer der S+T Fassaden GmbH nutzt bei der Übergabe des symbolischen Schecks für den Wünschewagen die Gelegenheit, sich das Fahrzeug aus der Nähe anzuschauen, lässt sich von Bettina Hartwig genau erklären, wie das Projekt funktioniert. Und sagt am Ende: "Wenn Sie mal einen Fahrer brauchen - rufen Sie mich an."

Neben den persönlichen Gründen für seine Spende spricht Karnatz auch von gesellschaftlicher Verantwortung. "Wir konnten in der Corona-Zeit trotz allem weiterarbeiten und erfolgreich sein. Deshalb wollten wir unbedingt was zurückgeben."
Ihm ist wichtig, dass das Geld regionalen Projekten zugutekommt, die sich über Spenden finanzieren und in denen Ehrenamtler tätig sind. Seine Firma unterstützt auch andere Initiativen, nun ist der Wünschewagen dazugekommen.
Auch die Kunden der Kette Lila Bäcker haben gesammelt, in allen Filialen standen die Spendenboxen des Wünschewagens. So sind 40.000 Euro zusammengekommen.

Eine weitere große Spende kommt von der Spedition Rumstich in Parchim. "Die Firma ist schon von Anfang an dabei", erzählt Bettina Hartwig. Ebenfalls immer wieder auf der Spender-Liste: die Sozius Pflege- und Betreuungsdienste aus Schwerin, die dort unter anderem mehrere Pflegeeinrichtungen und das Hospiz betreiben. Und der Organisatorin fällt auf, dass immer mehr Mediziner Geld überweisen. "Das zeigt uns, dass unser Projekt bei den Ärzten ankommt", sagt Hartwig.

 

Text und Bilder: Dörte Rahming / SVZ

 

Alle Beteiligten sind unter den, zu diesem Zeitpzunkt, geltenden Corona-Schutzmaßnahmen Geimpft, Genesen oder Getestet worden.

Folgen Sie uns auch auf Facebook

Folgen Sie uns auf Facebook