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Wieso spenden Menschen?

vom 20.09.2022

Wir haben Marc Grimminger, Geschäftsführer bei Lila Bäcker, gefragt wie das Engagement für den Wünschewagen entstanden ist und wie er das Projekt kennengelernt hat. 

Herr Grimminger, Sie beliefern die Tafeln, spenden für die Krebshilfe und sind großer Unterstützer unseres Wünschewagens in MV - woher kommt dieses Engagement?

„Das ist unsere soziale Ausrichtung, die wir seit je her verfolgen. Als Produzent von Lebensmitteln, schätzen wir den Wert von Lebensmitteln sehr. Für uns ist auch ein altes Brot kein Abfall. Es ist vielmehr „Leben“. Und wenn wir anfangen würden, Leben wegzuwerfen, statt Leben zu teilen, dann würde uns das sehr schmerzen. Der letzte Ort, an den ein Brot hingehört, ist der Müll.“

Mithilfe von Spendenboxen in nahezu allen Filialen konnten sie im Dezember letzten Jahres 40.000 Euro an den Wünschewagen spenden. Woher kam die Idee zu dieser Spendenaktion?

„Vor 20 Jahren war ich Zivildienstleistender beim ASB in Mannheim. Das war also schon ein Begriff für mich. Das Wünschewagen Projekt lernte ich dann durch den Podcast „Fest und Flauschig“ kennen. Olli Schulz, Musiker und Hausbootbesitzer, erfüllte damals einem jungen Fan den Wunsch, ihn zu besuchen. Olli Schulz erzählte von dieser tollen Begegnung und vom Projekt. Jedes Jahr schauen wir als Unternehmen nach geeigneten Spendenpartner*innen und ich habe dann den Vorschlag eingebracht, sich den Wünschewagen einmal anzuschauen.

Zudem war ich selbst einmal schwer erkrankt. Daher kann ich es sehr gut nachempfinden, wie es ist, selbst einen letzten Wunsch zu haben. Bei mir hat sich, zum Glück, alles zum Guten gewendet. Wenn man nun den Menschen helfen kann, die dieses Glück nicht haben, ihre Wünsche zu erfüllen, ist jeder Cent sinnvoll eingesetzt.“

Haben Sie bereits ein Projekt für Ihre nächste Spendenaktion im Auge? 

„Wir möchten die Spenden in diesem Jahr der Organisation ROTE NASEN zukommen lassen. Das ist eine künstlerische Organisation, die Menschen Lebensfreude und ein Lachen schenkt, wenn sie es am meisten brauchen. Sie besuchen kleine Patient*innen auf Stationen der Kinderchirurgie, der Kardiologie und auf Onkologie- und Intensivstationen, gehen zu Kindern und Jugendlichen in sonder- und heilpädagogischen Einrichtungen und auch zu Erwachsenen und Senior*innen in Pflege- und Rehabilitationszentren.“

 

Danke für Ihr großes Engagement und Ihre Zeit!

 

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