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Holger Brassat ist erster Botschafter des Wünschewagens MV

vom 01.03.2019

Sterne, soweit das Auge reicht – und ein unerwartetes Bild in blau und weiß: Im Mercedes-Benz Stern Auto Center in Rostock fällt es schwer, nicht staunend vor einer Daimler-Neuheit stehen zu bleiben. Und doch führt der Blick zwischen all den Limousinen, Coupés, Cabriolets, Offroadern und Pickups irgendwann weg vom Stern, dem bekannten Markenzeichen sämtlicher Mercedes-Benz-Fahrzeuge, hin zu einem ganzen Sternbild: dem Großen Wagen. Es ist das Logo des Wünschewagens des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB).

Überall in der großen Empfangshalle des Autohauses in der Tessiner Straße liegen die Flyer zum Wünschewagen aus. Das liegt unter anderem daran, dass der speziell ausgebaute Krankentransportwagen in Mecklenburg-Vorpommern ein Mercedes-Benz Sprinter ist. Vor allem aber liegen die Infopapiere hier aus, weil der Fahrzeughersteller hinter dem Projekt steht und aufkommende Fragen zum Wünschewagen vor Ort beantwortet werden können. Denn hier arbeitet Holger Brassat.

Im Oktober 2016 erfährt der heute 53-Jährige erstmals von der Idee, nach Nordrhein-Westfalen, Berlin, Hamburg und einigen weiteren Bundesländern auch in Mecklenburg-Vorpommern das Projekt „Der Wünschewagen – Letzte Wünsche wagen“ zu starten. Als beauftragter Sonderfahrzeugverkäufer der Daimler AG für das gesamte Bundesland wird er mit dem Vorhaben betreut und bekommt einen engen Zeitplan an die Hand. Ein gutes halbes Jahr später soll der Sprinter fertig sein und offiziell vorgestellt werden.

Von Rostock ins Ruhrgebiet, aus dem Salzlandkreis zurück an die Ostseeküste – der Weg des Wünschewagens

In Zusammenarbeit mit Ambulanz Mobile aus Schönebeck, die den von Mercedes-Benz entworfenen und in Düsseldorf gefertigten Krankentransportwagen in den finalen Wünschewagen umbauen, wird der ehemalige KTW fristgerecht fertigstellt. An die offizielle Inbetriebnahme am 8. Juni 2017 unter dem Warnemünder Leuchtturm erinnert sich Holger Brassat gerne zurück: „Der gesamte Rahmen der Schlüsselübergabe war schön. Mit all den anderen Wünschewagen aus der Bundesrepublik ergab sich ein tolles Bild mit Signalwirkung. Denn nun stand fest: Ab sofort werden auch bei uns im Land letzte Wünsche mit dem Wünschewagen erfüllt. Ich glaube, dass ab diesem Zeitpunkt auch bei uns im Haus erst so richtig klar wurde, was dieses Auto leisten soll und was für ein wunderbares Projekt wir hier unterstützen.“

Für Holger Brassat hätte der Wünschewagen nach der Schlüsselübergabe wieder ins zweite Glied rücken können, schließlich hat der gebürtige Rostocker in seinen 14 Jahren bei Mercedes-Benz schon unzählige Sonderfahrzeuge wie Rettungs- und Polizeiwagen und auch Feuerwehrautos an Verbände und Gemeinden übergeben. Aber das tat es nicht. „Ich finde das Wünschewagen-Projekt einfach ganz wichtig für unsere Gesellschaft. Der Mensch steht im Vordergrund, keine wirtschaftlichen Interessen. Ich finde es genial, dass die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ihre Freizeit dafür geben, um anderen – ihnen fremde Menschen – zu helfen und für sie da zu sein. Ich würde mich freuen, wenn der Wünschewagen dazu beiträgt, dass sich Leute wieder mehr füreinander interessieren und das Ehrenamt als solches viel mehr Akzeptanz erfährt. Miteinander Gutes tun – darum geht es. Und das unterstütze ich sehr gerne.“

Seit Ende des vergangenen Jahres unterstützt er das ASB-Herzensprojekt nun in einer ganz neuen Rolle mit offiziellem Charakter. Er wurde von ASB-Landesgeschäftsführer MV Mathias Wähner und Projektleiterin Bettina Hartwig zum Botschafter ernannt.

Erster Botschafter des Wünschewagens MV

„Als Bettina Hartwig auf mich zugekommen ist und mich gefragt hat, ob ich Botschafter des Projekts werden möchte, war ich schon etwas baff. Aber ich musste nicht lange darüber nachdenken, denn ich habe mich sehr über ihre Frage gefreut. Es ist mir eine Ehre, das Projekt auf diese Weise zu unterstützen“, erzählt Holger Brassat stolz und erklärt dabei, wie er sich die Rolle des Botschafters vorstellt: „Ich möchte mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch kommen und mit ihnen über den Wünschewagen reden. Da ich nicht nur beruflich, sondern auch privat viel in den Bereichen Ehrenamt und Freiwilligkeit unterwegs und aktiv bin, sind hier viele Vernetzungen möglich, auf die ich mich sehr freue. Ich bin mir sicher, dass ganz viele positive Effekte daraus entstehen können, denn letztlich kann jeder das Projekt mit seinen Stärken, Ideen und Kontakten unterstützen. Ganz wichtig wird es sein, Nachhaltigkeit zu schaffen, damit der Wünschewagen in Mecklenburg-Vorpommern langfristig auf stabilen Beinen steht. Wir müssen also den Bekanntheitsgrad steigern, damit die finanzielle Grundlage gewährleistet ist. Am wichtigsten ist es aber, dass wir zahlreiche letzte Wünsche erfüllen. Und wenn ich als Botschafter dazu beitragen kann, dann macht mich das sehr stolz.“

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